Kunst- und Mediencampus Finkenau
Wettbewerb: 2009 - 1. Preis
Entwurf: Eckhard Gerber
Wettbewerb: Hannes Beinhoff, Jens Bentfeld, Nicole Juchems u.a.
Projektdirektor: Jens Haake
Projektleitung: Andrzej Bleszynski, Brigitte Tamàsy
Mitarbeiter: Nicole Juchems, Andrea Closio, Andreas Mock, Marko Kraus u.a.
Bauherr: Behörde für Wissenschaft und Forschung
Mit einer zeitgemäßen Architektur wird sich der neue Campus auf einer Nutzfläche von 4200 Quadratmetern erstrecken und zu einem kommunikativen Treffpunkt am Medienstandort Hamburg entwickeln.
Trotz bewusster formaler Abgrenzung zur Architektursprache der benachbarten ehemaligen Finkenau-Klinik von Fritz Schuhmacher, wird durch die Materialwahl eines rotbraunen Klinkers Alt und Neu zu einer Gesamteinheit verbunden - die gewünschte Dominanz des Altbaus bleibt erhalten.
Der Campusblock der Finkenau wird stadträumlich geordnet. Ein flacher, eingeschossiger Sockelbaukörper entlang der Uferstraße fasst das Areal hofseitig, nutzt den Höhenversprung, um auf dem Sockel eine großzügige öffentliche Caféterrasse mit Blick auf den Eilbekkanal und in den Campushof anzubieten. Diese Freiterrasse ist uferseitig über eine Rampenanlage und hofseitig über eine breite Treppe erschlossen. Der Sockel beherbergt eine Gemeinschaftsmensa, geplant ist ein Durchgang von der Uferstraße auf den Campus Finkenau. Ein dreigeschossiger Baukörper überragt die Sockelzone und schließt den Campus zum neu entstehenden Wohnquartier im Osten ab. Er umfasst eine Bibliothek, Lehr- und Arbeitsräume mit Ton-, Licht- und Videostudios sowie Computer-Pools. Die Bibliothek umschließt ein Atrium und ist als offener Gesamtraum erlebbar. Mit ihrer großzügigen Verglasung entsteht eine helle, freundliche Atmosphäre mit Ausblick in die Natur und auf den Campus.
Sockel und dreigeschossiger Baukörper sind voneinander abgelöst, in diesem durch eine „transparente Fuge“ gebildeten Raum befinden sich ein Foyer, ein Café und Ausstellungsflächen - Orte der Begegnung und Kommunikation. Die Obergeschosse sind über ein großzügiges, helles Atrium mit dem Foyer verbunden, unterstreichen auch in der Vertikalen den öffentlichen Charakter des Hauses. Eine Dachterrasse für festliche Anlässe bietet einen weiten Blick über den neuen Standort Kunst und Medien in Hamburg.
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